Warum Thermoesche ungeeignet ist als Terrassenbelag

Holz ist in. Viele Menschen wünschen sich den fußfreundlichen und wunderschönen Belag aus dem Naturmaterial als Oberfläche für ihre neue Terrasse.

Aber nicht alle Hölzer sind gleichermaßen geeignet zur Verarbeitung als Bodenbelag. Beispielsweise Thermoesche ist es nicht. Trotzdem gibt es Unternehmen, die Terrassenbeläge mit Thermoesche anbieten. Der folgende Artikel soll erklären, weshalb Thermoesche nicht sich nur zur Gestaltung von Terrassenoberflächen eignet.

Was ist ein Thermoholz?

Wie der Name schon andeutet, ist Thermoholz Holz, das mit Wärme behandelt wurde. Dabei handelt es sich um ein recht kompliziertes, insgesamt fünf Stufen umfassendes Verfahren, in dessen Verlauf das Holz zunächst langsam erwärmt wird, anschließend die Restfeuchte entzogen bekommt, dann auf 170 bis höchstens 250 Grad Celsius erhitzt sowie im nächsten Prozessabschnitt auf einen für die Holzart optimalen Feuchtigkeitsgehalt zurückgeführt wird, um im letzten Schritt abzukühlen.

Ziel dieses aufwendigen Behandlungsverfahrens ist es, Holz widerstandsfähig gegen Pilzbefall oder den Befall durch Schadinsekten zu machen. Beides kann zuverlässig durch die Hitzebehandlung verhindert werden, doch leider verliert das Holz aber auch im Verlauf des Verfahrens eine Eigenschaft, die sonst typisch für das Material ist: seine Elastizität.

Gehölze und besonders Bäume können nur dann groß werden, wenn sie mit Wind oder gar einem Sturm gut umgehen können. Konkret heißt das, dass sie ausgesprochen biegsam auf eine Windböe reagieren müssen und wieder in ihre Ausgangsform zurückspringen, sobald der Wind nachlässt. Biegen, aber nicht brechen heißt die Devise eines widerstandsfähigen Baumes. Wird Holz jedoch mit Hitze behandelt, verliert es daraufhin seine Biegsamkeit. Es wird insgesamt spröde. Für die Verarbeitung hat das zwei sehr wichtige Konsequenzen:

  •       Metallteile, die beispielsweise zur Fixierung von Hölzern in diese eingeschlagen werden, führen in sprödem Holz dazu, dass es rissig wird. Risse wiederum stellen für Feuchtigkeit und Mikroorganismen eine Art Eingangstür dar, sodass Verwitterungsprozesse schnell einsetzen können.
  •       Dort, wo Holz mechanisch punktuell stark belastet wird, kann es ebenfalls zu Rissen kommen. Thermoholz – wie Thermoesche – sollte also auf keinen Fall im Bereich von Böden verarbeitet werden, wo beispielsweise die Füße von Möbeln einen hohen Druck auf einer recht kleinen Fläche erzeugen können. Bei Absätzen, die über das Holz schreiten, verhält es sich nicht anders – auch hier entsteht ein hoher Druck, dem ein sprödes Holz nicht lang ohne Rissbildung standhält.

Fazit: Thermohölzer eignen sich nicht als Bodenbeläge, schon gar nicht im Freien.

Leider beachten nicht alle Baufirmen die Eigenschaften von Thermoholz ausreichend. Bisweilen wird z. B. Thermoesche auch als Terrassenbelag verwendet, aber die Besitzer werden nicht lange Freude daran haben.

Welche Alternativen gibt es zu Thermoholz?

Manchmal wird Bangkirai empfohlen, um ein pilzresistentes Holz im Außenbereich zu verbauen, das auch Schadinsekten nicht schmeckt. Dabei handelt es sich allerdings um ein Tropenholz, das mit großen Schäden für die Umwelt angebaut und mit noch größeren geschlagen wird. Hinzu kommt viel Aufwand für den Transport. Wer Nachhaltigkeit wichtig findet, sollte auf Tropenhölzer jeder Art verzichten!

Eine optisch sehr schöne, weil helle Alternative zu Tropenholz bietet beispielsweise Douglasie von pur natur. Die Firma schlägt nur ältere Stämme, die von Natur aus und ohne physikalische Behandlung Pilze und Insekten abhalten. Die Verarbeitung und eine hohe mechanische Belastung stellen für diese einheimischen Douglasien aus dem Schwarzwald kein Problem dar.

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